Donnerstag

9.

August 2007

Adobe CS3: Teuer in Europa, oder: Wie verliere ich Kunden trotz Monopol?

In der letzten Zeit höre ich in Agenturen, Druckereien und der restlichen Medienbranche nur noch ein Thema: Adobe hat in Europa höhere Preise als in den USA. Hierzulande zahlt man fast das Doppelte für die Adobe Creative Suite CS3! Ein Umstand, der den meisten Kollegen schwer zu schaffen macht. Da ich eigentlich Pro-Adobe bin, möchte ich diese Story nutzen, um doch mal wieder einen Beitrag (trotz Zeitmangel) zu verfassen – denn das Thema CS3 brennt in deutschen Agenturhütten. Und zwar lichterloh!

Abzocke?

Art-Direktoren brüllen auf Agenturbalkonen und verschütten wild gestikulierend Kaffee, gestandene Geschäftsführer nutzen Kontakte in den USA, um sich mit englischen CS3-Versionen einzudecken (die Preisdifferenz für die Master Collection betrug heute bei amazon.com/.de stolze 1.795,81 Euro), Praktikanten tippen Übersetzungen der Photoshop-Menüs und kopieren diese für alle Mitarbeiter. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind stinksauer auf Adobe. Ich erfahre in allen Medien‑ und Werbeagenturen gerade einen Wind gegen Adobe, den sich die Firma selbst sicher nicht vorstellen kann! Adobe hat in Europa das Gesicht verloren, möchte man meinen. In den letzten zwei Wochen, habe ich fast täglich Gespräche zum Thema geführt und mich letzten Endes überzeugen lassen, dass es kaum Argumente für eine derart drastische Preiserhöhung geben kann. Was den Agenturen mit zu geringer Kaufkraft widerfährt zwingt zu Erfindungsreichtum.

Adobe fällt zur Preisdifferenz leider nur so viel ein: „Die lokalisierten Preise reflektieren eine ganze Reihe von Gegebenheiten, die über die reine Lokalisierung hinausgehen. Neben den Kosten für die Übersetzung werden zusätzliche und rein lokal bezogene Ressourcen benötigt, beispielsweise für den Support in der jeweiligen Landessprache sowie für die komplette lokale Infrastruktur für Vertrieb und Kundenunterstützung.“

Das ist leicht gesagt, nur fallen in den USA sicherlich ähnliche Kosten an, um die Kundenunterstützung zu garantieren – so viel mehr sollte das Ausland nicht kosten oder man handelt als Konzern unwirtschaftlich. Das Thema „Preiserreichbarkeit“ könnte viel eher ein Thema sein und der rasche Ausgleich der 3,4 Mrd. Dollar aus dem Kauf von Macromedia. Nicht, dass ich kein Einsehen habe, dass man versucht den höchstmöglichen Preis zu erzielen – Thema Gewinnmaximierung (kennen wir schon von der Firma Apple) – aber 200 % mehr sind doch selbst für hartgesottene Verfechter der Marke Adobe (mich inbegriffen – treu seit 1994) etwas zu viel im Vergleich.

Unglaublich aber wahr: Längst tot geglaubte Softwareprodukte anderer Hersteller erleben zurzeit einen unheimlichen Aufschwung. Jetzt muss man in Agenturkreisen nicht nur Adobe-Software kaufen, sondern auch noch sämtliche Mitbewerber im Hause haben, denn Daten kommen künftig (noch mehr als ohnehin schon) in den unterschiedlichsten Formaten.

Momentan muss man bei vielen Kostenvoranschlägen die Budgets ohnehin zurückdrehen – da ist kaum noch Platz für ausgefallene Ideen. Und die Basis-Ausstattung Hard‑ und Software für einen Arbeitsplatz ist auch ohne Adobe schon teuer genug. „Typisch Deutsch: Immer jammern…“, hab ich mal gesagt. Inzwischen denke ich genau so. Ich störe mich nicht grundsätzlich daran, dass mit einer neuen Version auch neue Preise kommen und akzeptiere auch die leicht höheren Preise in Europa. Den aktuellen Aufschlag finde ich allerdings mehr als beanstandbar.

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ein solcher Preisunterschied kaum realistisch sein kann. Die meisten von mir gefragten Entscheider in Agenturen kaufen nur wenige Lizenzen der neuen CS3 und bauen auf die durchgehende Versorgung mit älteren Versionen unter Windows XP – unter Vista läuft die CS2 bekanntermaßen ja nicht wirklich. Adobe dürfte das finanziell kaum auffallen. Der Imageschaden des Unternehmens stellt sich aus meiner Sicht allerdings als katastrophal dar!

Ich selbst verzichte aus zwei Gründen auf den Kauf einer CS3-Suite: Zum Einen halte ich die Suites im internationalen Vergleich für überteuert und möchte mit anderen Agenturen zusammen ein Zeichen setzen. Zum anderen komme ich mit CS2 gut klar, erhalte nahezu alle Daten in CS2-Formaten und kann beim eigenen Rechner auf Vista hoffentlich noch lange verzichten. Trotzdem werde ich – wie viele Andere vor mir – letzten Endes die teure Software kaufen. Es gibt für mich keine Alternative.

Schade, dass diese Petition noch keinen Ruck durch die Adobe-Spitze hat fahren lassen.

Vielleicht wacht ja mal irgendwann jemand auf, wenn wir das Thema etwas größer in den Blogs aufgreifen. Macht Meinung! Das Thema sollte öffentlicher diskutiert werden, nicht nur auf der Agenturterrasse!

Ein schlauer Mann hat mir mal gesagt:
„Auf dem Boden hocken – kalter A… .“

In diesem Sinne.

;)

Nachgetragen

  • Gerade erfahre ich von Peter, mit dem ich mich in den letzten Tagen öfters zum Thema unterhalten habe, dass die RAW-Daten der Canon EOS 1D Mark Ⅲ den Camera RAW Converter der CS3 benötigen. Kein Update für die CS2? – dabei unterstützen bereits kostenlose Programme wie IrfanView das Format…
  • Ja, die Abzocke?-Karikatur oben im Beitrag darf jedermann mit Hinweis auf den Beitrag verwenden – in jeder Form.
    Hier sind die Vektordaten.
  • Dieser Artikel soll das Image von Adobe in keiner Weise schädigen. Ich halte hohe Stücke auf die Software und kann ohne sie nicht leben. Es geht mir lediglich darum, das Thema „Höhere Preise für Software in Europa“ ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Im Falle der Creative Suite 3 sind die Kosten erschreckend hoch im Vergleich zur US-Version. Es bilde sich jeder selbst ein Urteil – Links finden sich weiter unten.

Ein paar Zitate

„Das ist ja mal der absolute Hammer. Wie will Adobe denn die Deutsche Software unter die Leute bringen wenn man sich so Hintergangen fühlt. […] Meiner Meinung nach ist das eine Frechheit von Adobe.“ (Andreas)

„Bedeutet das jetzt, dass es für mich billiger währe einen Flug nach Amerika zu nehmen und die Version dort zu kaufen, als sie am heimischen Markt zu erstehen?“ (Nicolas)

Ich finde die Preispolitik reichlich unverschämt. Das läuft in allen Bereichen […] gleichermaßen ab. Sei es Software, Hardware, vom Wasserkocher übers Auto bis hin zur Spielkonsole. […] Europa wird halt ausgeblutet, weil es ja angeblich mehr Geld hat… […] Ich kaufe mir, wenn überhaupt die US-Version […] (hardy)

Viele von uns haben Adobe zum Quasi-Monopolisten im professionellen Bereich gemacht und jetzt gibt es langsam aber sicher die Quittung dafür. […] Und, ja, seit X3 arbeite ich hauptsächlich mit Produkten von Corel. (A.P.)

Weiterführende Links

Internationaler Preisvergleich der CS3
Warum laut Adobe die CS3 in Europa teurer ist
Aramex Shop & Ship. Produkte in Amerika kaufen und nach Hause schicken lassen.
Adobe CS3: In Europa doppelt so teuer
Adobe verärgert europäische Kunden mit hohen Preisen für CS3
Auswandern?
Diskussion im Fontblog
Gute Diskussion bei Ulf Theis
Kaufkraft schwach?
Schnäppchen…

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28 Antworten zu “Adobe CS3: Teuer in Europa, oder: Wie verliere ich Kunden trotz Monopol?”

  1. polygonix Sagt:

    so viel aufregung hätte ich bei der preispolitik von apple.
    dort wird man auchzunehmend „veräppelt“

    übrigens wer adobe cs3 kauft sollte sich auch überlegen ob der alte rechner
    das noch packt. adobe cs3 ist sehr langsam geworden.

    wünsche viel erfolg.
    toi toi toi !!!

  2. Creativemac Weblog Sagt:

    A(dobe) wie Abzocke?…

    Ich bin heute im Feedreader über einen sehr interessanten Artikel bei "Martin Hömmerich":http://www.hoemmerich.com/gestolpert, der sich ausführlich über die "europäische Preispolitik bei Adobe äussert"…

  3. Malocher Sagt:

    Da wundere sich noch einer, warum die Software so oft gecrackt wird….

  4. Christian Schmidt Sagt:

    Also das ist echt mal der Hammer, da bin ich als nicht Grafiker ja schon recht froh das die Software die ich brauche fast immer gratis ist.

  5. Markus Sagt:

    Man fühlt sich als Nicht-Amerikaner echt etwas verarscht. Aber was ist eigentlich mit Japanern, Chinesen, Südamerikaner, etc. Die werden doch auch keine amerikanischen Preise für lokalisierte Versionen bekommen, oder?

    Eine andere Frage muss ich aber dennoch stellen: Was taten die armen Agenturen, als Quark allein schon mehr Geld gekostet hat, als ein CS-Paket und Freehand, Photoshop und Acrobat zusätzlich separat am Budget geknabbert haben?

  6. Manniac Sagt:

    Wie man in meinem Artikel oben (Kaufkraft schwach – danke fürs verlinken übrigens ;-) ) sehen kann, ist der doppelte Softwarepreise aber kein Problem, das nur Adobe betrifft, sondern praktisch jeden Softwarehersteller: Seien es Büroanwendungen, Spiele, Grafik‑ oder Videoprogramme – in den Staaten zahlt man fast immer ungefähr die Hälfte des deutschen Preises.

    Zu CS3, das ich inzwischen ausgiebig testen konnte, noch folgendes: Aus meiner Sicht ist das neue Photoshop ein Montags-Programm. Ich habe selten so viele Abstürze und Fehlermeldungen in einer Photoshop-Version erleben müssen, wie in dieser. Insbesondere Bridge finde ich Feature‑ und Bug-mässig eine Katastrophe und wesentlich langsamer als die Vorgängerversion. Auch enttäuschen mich die ausgesprochen wenigen Neuerungen in in CS3. Schon seit langem erwartete Verbesserungen werden schlicht ignoriert: Weder wurden die Ebeneneffekte nennenswert verbessert, noch die groben Einschränken der in der Vorversion eingeführten Smart Objects aufgehoben (z.b. wenige verformungsmöglichkeiten oder keine einstellmöglichkeiten zur resampling-methode). Ich habe in den vergangenen Jahren immer die aktuellste Version gekauft, weil ich die neuen Features als sehr praktisch wahrgenommen habe. Bei CS3 werde ich mir das nach dem Test definitiv sparen und lieber auf CS4 warten. Dann erübrigt sich auch das Problem mit dem deutschen Preis.

  7. Martin Sagt:

    Hallo Markus, …

    Eine andere Frage muss ich aber dennoch stellen: Was taten die armen Agenturen, als Quark allein schon mehr Geld gekostet hat, als ein CS-Paket und Freehand, Photoshop und Acrobat zusätzlich separat am Budget geknabbert haben?

    … das ist ein Gedanke, den man aufgreifen sollte. Springen wir mal zurück ins Jahr 2000. Adobe kostete hier noch weit weniger als Quark. Einen Internetauftritt für eine große Firma konnte man jenseits der 10.000 Euro (und mehr – viel mehr!) abrechnen und eine Broschüre mit 32 Seiten dürfte ähnlich viel eingebracht haben.

    Heute kosten diese beiden Produkte (weit) unter 10.000 Euro. Also nur etwa 20–50 % des ursprünglichen Preises. Das liegt vor allem am gestiegenen Konkurrenzdruck innerhalb der Branche und fortschreitender Technik/Einfachheit. Damals haben sich die Kosten schneller amortisiert. Es war einfach eine andere Zeit.

  8. Daniel Sagt:

    So könnte und wird es auch einmal mit Google kommen, davor warne ich schon lange, aber gehört wird man erst, wenn es zu spät ist.

  9. atomicbunny Sagt:

    @polygonix: Wo wird man denn bei Apples Preispolitik veräppelt? Generell oder in Bezug auf die amerikanischen Preise? Das würde mich wirklich mal interessieren.
    Und wem das nicht gefällt kann sich ja einen schicken PC als Alternative zulegen. Der ist ja sooo viel günstiger und bestimmt auch besser… :wink:

  10. Markus Sagt:

    Dass sich Agenturen Jahre lang Ihre Kreativität, Vermittlung und Nasen haben vergolden lassen, pfiffen zuletzt die Spatzen von den Dächern und die Zeitungen aus ihren Artikeln. Ein gewisser Kontakt mit dem Boden der Realität der eigenen Kunden ist kein Schaden.
    Und dass ein Webauftritt heute bedeutend weniger kostet als vor eineigen Jahren, liegt wohl auch daran, dass heute nicht mehr jedes Rad neu erfunden werden muss, sondern sich an einem breiten Baukastensystem an auf dem Markt befindlichen Lösungen bedienen kann.

  11. Martin Sagt:

    Ja, Bodenhaftung ist immer gut. Günstigere Produktion mit wachsenden Möglichkeiten (s. mein letzter Kommentar) auch. Das geht jetzt aber von der Diskussion her in die falsche Richtung. ;)

    Mir geht es primär nicht um vergoldete Hirschen, sondern kleine und feine Agenturnester, die finanziell zunehmend ausgehebelt werden – und da tragen amerikanische Firmen, z.B. dank hoher Softwarepreise, eben in ungeheurem Ausmaße zu bei.

    Schade, dass das Thema seit April durch die Gosse getragen wird, und jetzt schon kaum einer mehr Lust oder Cohones hat im eigenen Blog darüber zu schreiben.

  12. medienvirus Sagt:

    Ich werde auch darüber schreiben und Deinen Artikel am Montag via Trackback erfassen.

    Was mich am meisten an der ganzen Geschichte stört ist dieses „Gott“ getue von Adobe. Die Software hat an viel zu vielen Ecken und Kanten kaum Verbesserungen erfahren. Nach ausgiebigen Tests fällt mal wieder auf, das die Software sich Creative Suite nennt, auch so aussieht, aber noch lange keine ist. Man fragt sich warum z.B. für ein und die selbe Funktion (Rückgängig machen) in den 3 Programmen jeweils andere Tastaturkürzel verwendet werden? Warum zeigt die ach so tolle Bridge nicht auch den Inhalt von *.pat (Pattern für Ps) oder *.abr (Brushes für Ps) Dateien an? Warum hat Adobe ihrer Suite kein vernünftiges Fontverwaltungsprogramm spendiert? Warum kann Illustrator NOCH IMMER! nicht mehrseitige Dokumente erzeugen? Warum hat jedes Programm unterschiedliche Farbwähler? Wo bleiben wichtige Überarbeitungen für selbigen um durchgängig in allen Programmen z.B. Harmoniekontraste intuitiv auswählen zu können?

    Und das für den Preis? Noch ist Adobe konkurrenzlos, aber wenn es so weiter geht wird diese eigentliche und insgesamt gute Kombilation in weniger als 5 Jahren vom Markt gefegt. Entsprechende Beispiele gab es in der Vergangenheit häufiger und ich kenne neben Corel noch mindestens 3 andere Firmen die daran arbeiten…

    Hochmut kommt vor dem Fall! Und das ist nicht Gönnerhaft gemeint, denn ich ärgere mich so, weil ich diese Software wirklich zu schätzen weiß und sie lieber weiterhin auf Platz Eins wissen möchte!

  13. Markus Sagt:

    Also 1.000 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr sind nun wirklich im Rahmen dessen, was eine Arbeitsplatz kostet ein verschwindend geringer Anteil am Gesamtbugdet, dass so einer verschlingt (Miete, Personalkosten, Einrichtung, Fortbildung, Urlaub, Büromaterial, Strom, und, und, und). Also: abgesehen davon, dass man den Unterschied zwischen amerikanischen Preisen und hiesigen wirklich hinterfragen darf.
    Allerdings konnte ich eine ähnliche Diskussion schon bei Fonts mitverfolgen. Und da hat Erik Spiekermann ganz klar argumentiert, dass man bei unterschiedlichen Preisen von Fontsoftware auch nicht einfach nur die Mehrwertsteuer und den Umrechnungskurs aufschlagen darf.
    Uneinheitlichkeit zwischen den Programmen sind tatsächlich ein Ärgernis. Und die Übesetzungen sind teilweise lausig. Interessant: Illustrator kennt seit einigen Versionen kein Apfel-Plus mehr um einzuzoomen. Alle anderen CS-Programme können das. Dabei ist Apfel-Plus in Illu gar nicht belegt. Mal abgesehen, von Tastaturbefehlen, die sich in der deutschen Version, mit einer deutschen Tastatur nicht abrufen lassen. Diese Mankos schreibe ich aber in erster Linie den Übersetzern zu.
    Entwicklungsbedarf gibt es noch viel, und Verbesserungsbedarf. Aber ihr schüttet hier das Kind mit dem Bad aus. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Und InDesign und Adobe CS haben meinen Gestaltungsalltag lichterloh erleuchtet. Oder wer möchte von euch noch mit Quark von vor InDesign-Markteinführung arbeiten? Rückwirkend betrachtet war das doch nur ein Kreativitätshemmschuh, der über Jahre hinweg zwar Upgrade-Kohle und Nerven gekostet hat, von Weiterentwicklung aber keine Rede. Das erste Upgrade von Quark seit 3, das diesen Namen verdient ist doch XPress 7.
    Adobe CS3 bringt einige interessante neue Features, die ich schon jetzt nicht mehr missen möchte, und die den Preis dafür auch bald rechnen werden – auch wenn ich auf einiges nach wie vor warte. Immerhin brauch keiner von euch das Upgrade zu machen. Ich habe vor einiger Zeit mit jemandem gesprochen, der hat vor vielen Jahren Illustrator 4 gekauft und konnte direkt auf 12 upgraden. Adobe zwingt also bislang niemanden Upgrades mit zu machen und dafür zu bezahlen. In diesem Ausmaß finde ich das äußerst kulant. Auch, dass ich nach wie vor ein Programm auf zwei Rechnern, z.B. Laptop und Workstation verwenden darf, ist wohl keine Selbstverständlichkeit in der Software-Branche.
    Wohl gemerkt: Seit Adobe Macromedia übernommen hat, habe ich etwas Unbehagen. Aber die Kritik hier scheint mir mehr emotional den sachlich gefärbt zu sein.

  14. Martin Sagt:

    Es geht hier wirklich nur um die Verdopplung der europäischen Preise. Ich habe die Software und ihre Daseinsberechtigung in keiner Weise kritisiert.

    Wir sollten bei dieser Diskussion auch dabei bleiben. Und dass einige Beiträge emotional geprägt sind, ist mir persönlich nur verständlich. ;)

  15. do normal - » FrameMaker 8 erschienen Sagt:

    […] Und Adobes Preisgestaltung ist ebenso dreist wie bei anderen Produkten: Für das Upgrade will Adobe in Deutschland 89 % mehr, für die Vollversion gar 150 %! […]

  16. Stefan Sagt:

    Sehr interessanter Beitrag!
    Da ich scheinbar zu dämlich bin von meinem blog einen Trackback zu deinem zu bauen :sad: mach ich es halt altmodisch ;)

    Ich gehe übrigens darauf ein, dass man bei Adobe auch rund 3.000 Euro sparen kann…. :mrgreen:

  17. Andreas Sagt:

    Und dann ist Quark auch noch nachweislich produktiver.
    Jedenfalls nach diesem Vergleichstest: http://www.it-enquirer.com/main/ite/more/report_qxpvsidcs/

  18. Empfehlungen – Teil 1 » Workshops Sagt:

    […] Eine Diskussion um die Preispolitik von Adobe findet auf hoemmerich.com statt. Darunter weitere Quellen zum Thema. Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, den 16. August 2007 veröffentlicht und in der Kategorie Workshops abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen, einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten. […]

  19. alex Sagt:

    Leider gibt es nur Corel, der sich mit Adobe noch messen könnte. Doch Corel kommt halt an die (guten Programme)von Adobe nicht ran. Und nachdem Macromedia aufgekauft wurde, war klar das die Preise nach oben steigen.

    Ich hoffe das das Projekt: http://www.creationonthefly.com/tools endlich mal vorankommt.

  20. FRANOUKWEL Sagt:

    > Doch Corel kommt halt an die (guten Programme)
    > von Adobe nicht ran.

    Das halte ich, zumindest so pauschal formuliert, für ein Gerücht. Möchtest Du das begründen? Würde mich wirklich interessieren, auch wenn es furchtbar OT ist.

  21. Corporate Publishing Lounge » Manus manum lavat» Hrg. 4iMEDIA Corporate Publishing » Agentur, Verlag & Redaktion » Kundenmagazine, Geschäftsberichte, Kundenzeitschriften Sagt:

    […] “Eine Hand wäscht die andere”. Ob allerdings in vorliegendem Fall gleichgewichtete reziproke Verhältnisse herrschen? QuarkXPress war – zu guten alten Gründerzeiten, als der User noch ein Anwender war und alles, was mit Computern zu tun hatte, noch unter EDV firmierte – das Standardtool für redaktionelle Layoutaufgaben. Eingesetzt wurde QuarkXPress hauptsächlich in Zeitungsverlagen, Druckereien und Werbeagenturen. Bis sich Konkurrent Adobe in den Neunzigern rasant in den Markt einbrachte und mit seiner ineinander greifenden Produktpalette, vor allem aber mit der eigenen Layoutsoftware InDesign, QuarkXPress das Leben schwer machte. Quark trotzte daraufhin lange Zeit herum, besann sich schließlich seiner Stärken, veröffentlichte kostenlos ein Buch und nimmt den momentanen Verdruss über die Preissteigerungen bei Adobe im Vorbeigehen gleich mit. […]

  22. Alex Sagt:

    Leider ist das immer wieder punkto Preispolitik das selbe Spiel bei amerikanischen Unternehmen. Quark ist hier das Paradebeispiel, wie man mit Arroganz innerhalb kürzester Zeit ein Quasi-Monopol verspielt.

    Solange es keine wirklich Alternative zu XPress bzw. Indesign gibt, müssen wir uns wohl oder übel damit abfinden. Corel ist hier im professionellen Bereich keine brauchbare Alternative.

  23. Felix Tytmcik Sagt:

    Was Adobes Übersetzungs‑ und Lokalisierungkosten angeht: Die Britische Version ist auch nicht billiger als die Deutsche (mal abgesehen vom momentan für uns günstigen Umtauschkurs)…

  24. Cornrows Sagt:

    Ich halte die Preise der ganzen Softwares ohnehin nicht gerechtfertigt. Wenn man überlegt, wie viel Zeit und Geld die für eine neues Updat investieren und dann trotzdem dafür ein paar tausen für eine neu gekauft Version verlangen…

    Dann müsste meiner berechnung nach ein Friseur einen Stundenlohn von 1000 Euro haben.

  25. DF2K2 Sagt:

    Mag ja sein das Corel einem nicht ganz soviel abnimmt wie Adobe, aber unterm Strich kann ich da in vielen Bereichen gleichwertige Ergebnisse erzielen.

  26. Tomson Sagt:

    Eh, auf Dauer können sie es sich garantiert nicht erlauben. Die Konkurrenz schläft nicht, vorallem nicht wenn die Preispolitik für so großes Aufsehen sorgt..

    Viele meiner Bekannten sind z.B. auf GIMP umgestiegen. Ist zwar nicht so leistungsfähig wie PS CS4, aber dennoch sehr brauchbar. Dreamweaver ist sowieso Mist. Da kommen sicher noch einige brauchbare Alternativen.

    gruß

  27. Marc Sagt:

    nicht überall sind die Preise so überzogen oder?

  28. Sina Sagt:

    Leider kommt man während der Ausbildung hauptsächlich mit den Adobe Produkten in Kontakt und das ist angesichts der Funktionalität der Creative Suite auch richtig. Im Alltag muss man diese Software beherrschen und auch nutzen können.
    Ich werde mir nun die kommende CS5 kaufen, insofern sie auch als Education Edition in Deutschland auf dem Markt kommt. Ob ich mir danach die teuren Updates noch leisten kann, wird sich zeigen.

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