26.
Mai 2008TFT-Monitor und Augenprobleme
Es fing alles mit dem Umzug in unser neues Büro an. Mein EIZO – wohl einer der besten TFT-Monitore, die ich je besitzen durfte – ist flugs aufgestellt und wird direkt für die Bewältigung des Tagesgeschäftes benutzt. Ich kalibriere mit Pantone huey, richte den Monitor auf dem Schreibtisch so ein, dass ich kein Fenster im Hintergrund habe und arbeite los. „Fein“, denke ich – „so ein schönes Gerät!“.
Einige Wochen später. Mit täglich 8–14 Stunden Aufenthalt vor dem Bildschirm und einer totalen Verschiebung meiner Nutzungsgewohnheiten (deutlich mehr Lesetätigkeiten als Bildbearbeitung) beginnen plötzlich Schmerzattacken in den Augen, im Kopf und eine stark verzögerte Adaption an die Lichtverhältnisse auf der Autobahn nach der Arbeit.
Hier kommen nun hilfreiche Maßnahmen, die meine Probleme innerhalb einer Woche komplett gelöst haben:
- Herabsetzen der Leuchtdichte
Der EIZO TFT-Monitor gibt bei 20 % Helligkeit ein zunächst gewöhnungsbedürftiges, aber dennoch ausreichend helles Bild ab. Viele LCD-Monitore sind ab Werk viel zu hell eingestellt und belasten auf Dauer die Augen. Daher: Lieber etwas zu dunkel als dauerhaft zu hell! - Umriss/Schärfe herabsetzen
Viele LCD-Monitore bieten die Möglichkeit die werksseitige Kantenversteilerung, die zu mehr Bildschärfe führt, auszuschalten oder herabzusetzen. Liest man viel täglich lange Texte mit scharfem Umriss auf dem Bildschirm, ermüden die Augen (meines Erachtens) relativ schnell. Bei meinem Monitor ist die Funktion „Umriss“ nicht nur falsch geschrieben, sondern versteckt sich auch gut im Menü „Farbe“. Bei „-1“ habe ich eine für mich optimale Einstellung gefunden. - Lichtschutzblende
Eine EIZO-Lichtschutzblende kostet aktuell ca. 160,00 Euro, wenn sie nicht schon im Lieferumfang enthalten ist. Tipp: Ist für den Monitor keine Lichtschutzblende lieferbar, sollte auch eine Eigenkonstruktion aus mattem(!), schwarzem Bastelkarton ausreichen. Hier geht es nicht nur darum störende Reflexionen auszuschalten, sondern zu verhindern, dass das Auge auf unterschiedliche Lichtverhältnisse trifft, gerade wenn es beim Lesen an die Monitorränder springt und dort zum einen Teil ein helles Fenster, zum anderen Teil den Monitor vor sich hat.
Ich hoffe die obigen Maßnahmen können dem ein oder anderen ebenfalls helfen und freue mich über Erfahrungsberichte… ![]()
Verwandte Beiträge
Diplomarbeit und danachDer erste Monat und Erfahrungen mit Wordpress
Piktogramme und Icons
Schlagworte: augenprobleme, eizo, lcd, monitor, tft















26. Mai 2008 | 23:45
Dieses Problem kenn ich auf wieviel cd/cm2 hast ud es eingestellt?
was mir hilft ist umgebungslicht und die augen bewegen, also mal ein bisschen rauf und runter gucken – sonst gibt es in der österreichischen Apotheke Similasan Augentropen die sind spitze bei müden Augen.
27. Mai 2008 | 18:26
Mit Augentropfen möchte ich es gar nicht erst versuchen müssen – das ist ja schon bedenklich, wenn es ohne nicht geht, oder?
Die Helligkeit müsste knapp unter 80 cd/m² liegen. Ab und an die Augen entspannen hilft natürlich, aber auch nur für einen Moment, wie ich finde.
Beim Umgebungslicht finde ich wichtig, dass ich mich „wohl“ fühle und der Farbeindruck des Monitors nicht verfälscht wird. In meiner Diplomarbeit habe ich einen Testaufbau nach ITU-Norm durchgeführt, bei dem Probanden Videomaterial bewerten mussten. Würde ich unter diesen Lichtbedingungen täglich arbeiten müssen, wäre ich bestimmt depressiv.
Matthias, kannst Du bei Dir Umriss/Kantenversteilerung kontrollieren? Hast Du eine Lichtschutzblende?
30. Mai 2008 | 00:26
ich hab auch einen Eizo auch kalibriert, zwar genau auf 80cd/m² aber ja. nunja – lichtschutz verwende ich keinen, da ich mit 2 monitoren arbeite, und das irgendwie in der mitte stört – finde ich.